1- vs 2-tabling
Und wieder mal stehe ich vor einer wichtigen Entscheidung. Diesmal geht es nicht um die Wahl zwischen Turbo oder Regular, sondern um 1- oder 2-tabling. Bisher habe ich nur wenige Versuche unternommen, 2 headsup-tables gleichzeitig zu spielen, mit mässigem Erfolg.
Ich kann euch nämlich eins sagen: An zwei headsup-tables sein A-game zu spielen ist tough shit. Man hat effektiv keine Sekunde Pause, immer ist irgendwo action. Nach spätestens einer Stunde ist es aus mit der Konzentration, man fühlt sich wie nach 2 Stunden Elektrotechnik-Abschlussprüfung. Bei mir auf jeden Fall.
Andererseits soll es angeblich ja Leute geben, die erfolgreich 4-tablen, da nervt es mich halt schon ein wenig, dass ich nicht mal 2 hinkriege.
Jedenfalls hab' ich es gestern wieder mal probiert, eine ca. 2-stündige session lang. Ich schloss mit einem leichten Minus ab. Ob es am 2-tabling lag weiss ich nicht. Ich fand mein Spiel nicht so schlecht, aber da täuscht man sich ja gerne mal.
Der Vorteil liegt natürlich wie bei den Turbos beim Volumen. "2-tablend" bringt man es auf ca. 10 SNG's pro Stunde, mit wahrscheinlich tieferer winrate.
Da ich für mein bankrollmanagement allerdings eine gute winrate benötige, werde ich in naher Zukunft wahrscheinlich erstmal nur 1 table spielen.
Das Sharkscope-Phänomen
Ein weiterer Nachteil einer tieferen winrate ist, dass daraus ein weniger netter sharkscope-Graph resultiert. "wtf?" werdet ihr euch jetzt fragen. Keine Angst, das ist jetzt nicht so ein Ego-Ding, ich druck mir keine Graphen aus und häng mir sie übers Bett, um mir klarzumachen, wie derbe ich doch das Ding rocke. Die Gründe dafür sind ganz pragmatisch.
Folgendes: Viele regulars warten, bis jemand seated ist und "sharkscopen" ihn. Ist er ein winning-player, warten sie auf den nächsten, ist er ein Verlierer oder nur marginaler Gewinner, spielen sie gegen ihn. Als winning-player wird man also weniger oft auf winning-player stossen.
Zusammenfassend könnte man also sagen: Eine gute winrate ist gut für die winrate. Logisch, oder? :)
Ziele
Am Anfang dieses Blogs habe ich als Ziel angegeben, mich auf den 50ern zu etablieren. Das ist mir inzwischen zu mau. Neues Ziel: NL200 headsup. Nach meinem Wochenende im freien Fall hab' ich mich wieder ziemlich gut gefangen, hatte zwischenzeitlich auch einen krassen heater mit 10 (ship it!) Siegen in Serie.
NL100 kann ich zweifelsohne schlagen, NL200 trau' ich mir auch noch zu, nach dem was ich bisher so beobachtet habe. Wie es darüber aussieht, weiss ich nicht. Keine Ahnung, ob ich da skill- und auch Ausdauermässig mithalten kann. Die Frage ist auch, ob ich überhaupt noch höher gehen will. NL200 wäre auch ein schönes Level, um ab und zu mal einen Hunni für was lustiges auszucashen.
Aber das ist eh Zukunftsmusik. Jetzt erstmal nach bisherigem bankrollmanagement "zurück nach oben" und wenn möglich oben bleiben.
Gruss & ship it
Dienstag, 28. August 2007
Montag, 27. August 2007
Rigged!
Märchy's Wundertüte
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In Zukunft werde ich unter diesem Titel nützliche tools und einige "Perlen" aus meiner persönliche Linkliste vorstellen. Anfangen möchte ich mit einem nicht ganz gewöhnlichen Blog.
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Es ist nicht einfach, sich von den tausenden Pokerblogs im Netz abzuheben. Vlad schafft das, auch wenn es nicht primär um Poker, sondern Spielbetrug im Allgemeinen geht. Ja, richtig, Spielbetrug.
Ich möchte jetzt hier keine Diskussion zum Thema "Moral" lostreten. Ich weiss auch nicht, wieviel - wenn überhaupt etwas - davon wahr ist. Ich lese es einfach gerne, da es eine erfrischende Abwechslung zu dem Einheitsbrei der meisten Pokerblogs ist.
http://www.vlad-spieler.blogspot.com/
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In Zukunft werde ich unter diesem Titel nützliche tools und einige "Perlen" aus meiner persönliche Linkliste vorstellen. Anfangen möchte ich mit einem nicht ganz gewöhnlichen Blog.
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Es ist nicht einfach, sich von den tausenden Pokerblogs im Netz abzuheben. Vlad schafft das, auch wenn es nicht primär um Poker, sondern Spielbetrug im Allgemeinen geht. Ja, richtig, Spielbetrug.
Ich möchte jetzt hier keine Diskussion zum Thema "Moral" lostreten. Ich weiss auch nicht, wieviel - wenn überhaupt etwas - davon wahr ist. Ich lese es einfach gerne, da es eine erfrischende Abwechslung zu dem Einheitsbrei der meisten Pokerblogs ist.
http://www.vlad-spieler.blogspot.com/
Freitag, 24. August 2007
"ja, alles..."
Gestern wurde wieder im gemütlichen Rahmen unter Kollegen gepokert. Gus-T war wieder mal mit am Start, was viel crazy action versprach. Und die gab es auch. Ich war allerdings nur in eine einzige grosse Hand involviert. Ist eigentlich nicht wirklich interessant, aber da das mein Blog ist, poste ich die Hand weil ich gewonnen habe :)
Stacks alle ca. 50.00
- 2G limpt in MP
- Ich raise auf dem Button mit 87s
- rockan im SB callt, 2G callt
Flop: 4 5 6 Regenbogen
Pot: 6.00
- check, check, ich bette 5.00
- rockan raist auf 15.00 (Ich: yes!)
- 2G callt (ich: YES!)
- Ich schiebe das Zeug rein "ja, alles..."
- rockan instacallt (ich: YES!)
- 2G ringt sich auch zu einem call durch (ich: YES!)
rockan: KK
2G: 57
Keine Hilfe für niemand auf Turn und River, ich shippe es nicely.
Dann noch eine Hand, die ich noch interessant finde:
Mö und ich sind deep, beide ca. 120.00 stacks (240BB)
- Mö limpt early,
- ich raise in MP mit A9o auf 2.50
- alle folden, Mö callt.
Flop: 8 7 3 Regenbogen
Pot: 5.00
- Mö checkt
- ich spiele 4.00 an
- Mö raist auf 15.00
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er hier any 8 und any 7 raist, da er mir höchstwahrscheinlich nur 2 overcards gibt. Also gibt’s nur eins: raise it up.
- ich raise auf 45.00
- Mö instapush
- ich fold, er zeigt 84.
Nice hand....
...du Fisch :)
Stacks alle ca. 50.00
- 2G limpt in MP
- Ich raise auf dem Button mit 87s
- rockan im SB callt, 2G callt
Flop: 4 5 6 Regenbogen
Pot: 6.00
- check, check, ich bette 5.00
- rockan raist auf 15.00 (Ich: yes!)
- 2G callt (ich: YES!)
- Ich schiebe das Zeug rein "ja, alles..."
- rockan instacallt (ich: YES!)
- 2G ringt sich auch zu einem call durch (ich: YES!)
rockan: KK
2G: 57
Keine Hilfe für niemand auf Turn und River, ich shippe es nicely.
Dann noch eine Hand, die ich noch interessant finde:
Mö und ich sind deep, beide ca. 120.00 stacks (240BB)
- Mö limpt early,
- ich raise in MP mit A9o auf 2.50
- alle folden, Mö callt.
Flop: 8 7 3 Regenbogen
Pot: 5.00
- Mö checkt
- ich spiele 4.00 an
- Mö raist auf 15.00
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er hier any 8 und any 7 raist, da er mir höchstwahrscheinlich nur 2 overcards gibt. Also gibt’s nur eins: raise it up.
- ich raise auf 45.00
- Mö instapush
- ich fold, er zeigt 84.
Nice hand....
...du Fisch :)
Montag, 20. August 2007
Autsch!
Wow. Ich bin fast geneigt zu sagen: Doppelwow.
Ich bin immer noch ganz benommen von der Klatsche, die ich dieses Wochenende gekriegt habe.
16 stacks down innert 2 Tagen. Wow.
Aber nun mal von Anfang an. Samstagnacht wollte ich eigentlich nur noch kurz ein paar Hände NL100 headsup spielen, um mich dann aufs Ohr zu hauen. Dass es anders kam, ist nicht schwer zu erraten.
Ich nehme also einen seat an einem leeren Tisch und warte auf Gegnerschaft. Diese lässt nicht lange auf sich warten und schenkt mir gleich nach wenigen Händen einen stack. Ich schiebe mit 86 auf einem 8 6 3 – Flop rein und werde von T8 gecallt. Näis hend, sör.
Genau da hätte ich einfach runterfahren und schlafen gehen sollen, denn dann kam er. Mein pokertechnisches Waterloo. Er spielte sehr merkwürdiges Poker. Kein schlechtes, aber merkwürdiges Poker. Irgendwie. Schwierig zu beschreiben.
Wahrscheinlich kennt ihr das. Hatte ich nichts, callte er runter mit bottompair, hatte ich fullhouse, foldete er flush. Es war zum Verzweifeln. Eine Zeit lang hatte ich wirklich das Gefühl, er könne meine holecards sehen. Er foldete preflop fast nie, hatte ich aber QQ, KK oder AA, wanderten seine Karten ohne eine Sekunde zu zögern auf dem muck. Ich hätte kotzen können.
Bestandteil seiner Strategie war es unter anderem, praktisch jeden Flop out of position zu betten, wenn ich preflop geraist hatte. Diese Strategie basiert einfach auf dem Wissen, dass ich den Flop nur jedes dritte Mal treffe und eigentlich viel folden müsste. Ich weiss allerdings, dass er auch nur jedes dritte Mal trifft, also raiste ich viel, mit overcards, gutshots und allem, was irgendwie spielbar war. Aber immer callte er. Und traf. Und traf. Und ich zahlte ihn brav aus.
Nach ca. 5 stacks down war ich dann doch "leicht angetiltet" und spielte maximal mein B-Game. Da ich online selten lange sessions spiele, bin ich da relativ tiltfrei, aber das war dann doch zuviel des Guten.Es kam mir auch nicht in den Sinn, mir ein leichteres Opfer zu suchen. No fuckin way. Diesen Penner wollte ich busten. Die 3 letzten stacks kann ich nicht mal dem Tilt in die Schuhe schieben, es war schlichtes Pech.
Einmal floppe ich (200BB deep) flush mit 52s, bringe die Kohle auf dem Flop rein, er zeigt J3s für eine höheres Flush. Ich hab' mir im Nachhinein noch überlegt, ob ich das irgendwie noch folden kann, komme aber zum Schluss, dass ich gegen diesen Gegner hier einfach broke gehe.
Nun koche ich innerlich richtig, schiebe meinen letzten stack für diesen Abend ein paar Hände später mit QQ rein, freue mich, dass er JJ zeigt, aber dann auf dem Flop... ihr wisst es.
Dann musste ich die Notbremse ziehen. Ich war sitting out, brauchte erstmal eine Zigarette. Als ich zurückkam, war er (verständlicherweise) immer noch seated.
Ich gratuliere ich per chat zu seinem satten Gewinn und er bedankt sich. Wir unterhalten uns noch ein wenig, immerhin schien es ein netter Typ zu sein, dem ich gerade 800$ vermacht hatte.
Er meinte noch, er spiele eigentlich NL600 und NL1000 headsup, was ich normalerweise mit einem "Ja, klar..." quittiere, diesmal war ich aber gerne gewillt ihm zu glauben :)
Anschliessend meinte er noch, ich spiele wesentlich besser als der durchschnittliche NL100-Spieler und er hätte extremes Kartenglück gehabt. Balsam für die Seele, ich glaube ihm jedes Wort.
Dieser downer schleuderte mich exakt an die Grenze zu den 50er-SNG's zurück. Am Sonntag kam ich dann nur kurz zum spielen. Der Pokergott hatte mich offensichtlich noch nicht genug leiden sehen, wieder verlor ich sage und schreibe 6 SNG's in Serie, diesmal völlig tiltfrei. Seufz.
Das Wochenende war also ein pokertechnisches Fiasko. Eigenltich wollte ich ja einen ersten shot auf NL200 wagen, doch (Achtung, Wortspiel) dieser shot ging zünftig nach hinten los.
Trotzdem halte ich weiterhin an meinem aggressiven bankrollmanagement fest. Dass es so schnell runtergehen kann, zeigt doch eins: Es kann genau so schnell wieder raufgehen.
Ein wenig Spass gab es dann doch noch. Zusammen mit Paxinor und Bendaer hab ich eine NL10-Blödelsession durchgegeben. Mein Ziel war es, so wenig wie möglich zu folden, fast jede Hand zu blöffen und so viele badbeats wie möglich zu verteilen. Die 30$ Verlust nahm ich daher gerne in Kauf ;) Man gönnt sich ja sonst nichts.
Ach ja, noch was. Ich habe zwecks Analyse noch 3 headsup-videos gemacht, welche ich dann hier posten werde.
Gruss & ship it
Ich bin immer noch ganz benommen von der Klatsche, die ich dieses Wochenende gekriegt habe.
16 stacks down innert 2 Tagen. Wow.
Aber nun mal von Anfang an. Samstagnacht wollte ich eigentlich nur noch kurz ein paar Hände NL100 headsup spielen, um mich dann aufs Ohr zu hauen. Dass es anders kam, ist nicht schwer zu erraten.
Ich nehme also einen seat an einem leeren Tisch und warte auf Gegnerschaft. Diese lässt nicht lange auf sich warten und schenkt mir gleich nach wenigen Händen einen stack. Ich schiebe mit 86 auf einem 8 6 3 – Flop rein und werde von T8 gecallt. Näis hend, sör.
Genau da hätte ich einfach runterfahren und schlafen gehen sollen, denn dann kam er. Mein pokertechnisches Waterloo. Er spielte sehr merkwürdiges Poker. Kein schlechtes, aber merkwürdiges Poker. Irgendwie. Schwierig zu beschreiben.
Wahrscheinlich kennt ihr das. Hatte ich nichts, callte er runter mit bottompair, hatte ich fullhouse, foldete er flush. Es war zum Verzweifeln. Eine Zeit lang hatte ich wirklich das Gefühl, er könne meine holecards sehen. Er foldete preflop fast nie, hatte ich aber QQ, KK oder AA, wanderten seine Karten ohne eine Sekunde zu zögern auf dem muck. Ich hätte kotzen können.
Bestandteil seiner Strategie war es unter anderem, praktisch jeden Flop out of position zu betten, wenn ich preflop geraist hatte. Diese Strategie basiert einfach auf dem Wissen, dass ich den Flop nur jedes dritte Mal treffe und eigentlich viel folden müsste. Ich weiss allerdings, dass er auch nur jedes dritte Mal trifft, also raiste ich viel, mit overcards, gutshots und allem, was irgendwie spielbar war. Aber immer callte er. Und traf. Und traf. Und ich zahlte ihn brav aus.
Nach ca. 5 stacks down war ich dann doch "leicht angetiltet" und spielte maximal mein B-Game. Da ich online selten lange sessions spiele, bin ich da relativ tiltfrei, aber das war dann doch zuviel des Guten.Es kam mir auch nicht in den Sinn, mir ein leichteres Opfer zu suchen. No fuckin way. Diesen Penner wollte ich busten. Die 3 letzten stacks kann ich nicht mal dem Tilt in die Schuhe schieben, es war schlichtes Pech.
Einmal floppe ich (200BB deep) flush mit 52s, bringe die Kohle auf dem Flop rein, er zeigt J3s für eine höheres Flush. Ich hab' mir im Nachhinein noch überlegt, ob ich das irgendwie noch folden kann, komme aber zum Schluss, dass ich gegen diesen Gegner hier einfach broke gehe.
Nun koche ich innerlich richtig, schiebe meinen letzten stack für diesen Abend ein paar Hände später mit QQ rein, freue mich, dass er JJ zeigt, aber dann auf dem Flop... ihr wisst es.
Dann musste ich die Notbremse ziehen. Ich war sitting out, brauchte erstmal eine Zigarette. Als ich zurückkam, war er (verständlicherweise) immer noch seated.
Ich gratuliere ich per chat zu seinem satten Gewinn und er bedankt sich. Wir unterhalten uns noch ein wenig, immerhin schien es ein netter Typ zu sein, dem ich gerade 800$ vermacht hatte.
Er meinte noch, er spiele eigentlich NL600 und NL1000 headsup, was ich normalerweise mit einem "Ja, klar..." quittiere, diesmal war ich aber gerne gewillt ihm zu glauben :)
Anschliessend meinte er noch, ich spiele wesentlich besser als der durchschnittliche NL100-Spieler und er hätte extremes Kartenglück gehabt. Balsam für die Seele, ich glaube ihm jedes Wort.
Dieser downer schleuderte mich exakt an die Grenze zu den 50er-SNG's zurück. Am Sonntag kam ich dann nur kurz zum spielen. Der Pokergott hatte mich offensichtlich noch nicht genug leiden sehen, wieder verlor ich sage und schreibe 6 SNG's in Serie, diesmal völlig tiltfrei. Seufz.
Das Wochenende war also ein pokertechnisches Fiasko. Eigenltich wollte ich ja einen ersten shot auf NL200 wagen, doch (Achtung, Wortspiel) dieser shot ging zünftig nach hinten los.
Trotzdem halte ich weiterhin an meinem aggressiven bankrollmanagement fest. Dass es so schnell runtergehen kann, zeigt doch eins: Es kann genau so schnell wieder raufgehen.
Ein wenig Spass gab es dann doch noch. Zusammen mit Paxinor und Bendaer hab ich eine NL10-Blödelsession durchgegeben. Mein Ziel war es, so wenig wie möglich zu folden, fast jede Hand zu blöffen und so viele badbeats wie möglich zu verteilen. Die 30$ Verlust nahm ich daher gerne in Kauf ;) Man gönnt sich ja sonst nichts.
Ach ja, noch was. Ich habe zwecks Analyse noch 3 headsup-videos gemacht, welche ich dann hier posten werde.
Gruss & ship it
Donnerstag, 16. August 2007
bankrollmanagement für echte Männer
In einem meiner älteren Posts habe ich mein heads-up-bankrollmanagement beschrieben. Vergesst das. Das ist was für Kinder und alte Leute. Nach ausgiebiger Lektüre einiger Artikel diesbezüglich auf 2+2 habe ich es noch einmal frisiert. Neu heisst es:
(Bankroll / Level)
2 $ - 50$ / 2$
50$ - 100$ / 5$
100$ - 200$ / 10$
200$ - 300$ / 20$
300$ - 500$ / 30$
500$ - 1000$ / 50$
1000$ - ??? / 100$
Das heisst also, sobald ich 10 stacks für ein Level habe, nehme ich einen shot. Verliere ich das Match, geht’s sofort wieder runter. Somit spiele ich im Moment die 100er. Auweia.
Das mag jetzt arrogant klingen, aber die 50er kille ich momentan regelrecht. Bin bis jetzt noch KEINEM Spieler begegnet, der mich ernsthaft ins Schwitzen gebracht hätte.
Paxinor hat mal einen exzellenten Beitrag zum Thema bankrollmanagement auf raise.ch geschrieben. Grundsätzlich bin ich mit ihm absolut einer Meinung: Die meisten winning-player betreiben ein VIEL zu konservatives bankrollmanagement.
Wollen wir mal mein management anschauen. Jedem, der ein konservatives management anpreist, würden da die Haare zu Berge stehen.
Nehmen wir an, ich habe eine bankroll von 1'200$ -> ich spiele die 100er.
Mal angenommen, ich verliere jedes match und halte mich strikt an den Plan. Somit kann ich so viele stacks verlieren:
100er: 2 stacks
50er: 10 stacks
30er: 7 stacks
20er: 10 stacks
10er: 10 stacks
5er: 10 stacks
2er: 24 stacks
Das sind insgesamt sage und schreibe 73 stacks! Ich habe schon viel über HU-SNGs gelesen, der (mit weitem Abstand) übelste downswing, von dem ich jemals gehört habe, war ca. 30 stacks. Das einzige Problem, das entstehen kann, ist die "psychische Belastung" durch das ewige Level-hopping. Hab' ich aber überhaupt keine Probleme mit. Ich werde also never ever busto gehen.
Und falls doch, hab ich eine Bitte an euch: Nehmt mir meinen PC weg, da ich ganz offensichtlich der grösste Fisch auf Erden bin.
Gruss & ship it
(Bankroll / Level)
2 $ - 50$ / 2$
50$ - 100$ / 5$
100$ - 200$ / 10$
200$ - 300$ / 20$
300$ - 500$ / 30$
500$ - 1000$ / 50$
1000$ - ??? / 100$
Das heisst also, sobald ich 10 stacks für ein Level habe, nehme ich einen shot. Verliere ich das Match, geht’s sofort wieder runter. Somit spiele ich im Moment die 100er. Auweia.
Das mag jetzt arrogant klingen, aber die 50er kille ich momentan regelrecht. Bin bis jetzt noch KEINEM Spieler begegnet, der mich ernsthaft ins Schwitzen gebracht hätte.
Paxinor hat mal einen exzellenten Beitrag zum Thema bankrollmanagement auf raise.ch geschrieben. Grundsätzlich bin ich mit ihm absolut einer Meinung: Die meisten winning-player betreiben ein VIEL zu konservatives bankrollmanagement.
Wollen wir mal mein management anschauen. Jedem, der ein konservatives management anpreist, würden da die Haare zu Berge stehen.
Nehmen wir an, ich habe eine bankroll von 1'200$ -> ich spiele die 100er.
Mal angenommen, ich verliere jedes match und halte mich strikt an den Plan. Somit kann ich so viele stacks verlieren:
100er: 2 stacks
50er: 10 stacks
30er: 7 stacks
20er: 10 stacks
10er: 10 stacks
5er: 10 stacks
2er: 24 stacks
Das sind insgesamt sage und schreibe 73 stacks! Ich habe schon viel über HU-SNGs gelesen, der (mit weitem Abstand) übelste downswing, von dem ich jemals gehört habe, war ca. 30 stacks. Das einzige Problem, das entstehen kann, ist die "psychische Belastung" durch das ewige Level-hopping. Hab' ich aber überhaupt keine Probleme mit. Ich werde also never ever busto gehen.
Und falls doch, hab ich eine Bitte an euch: Nehmt mir meinen PC weg, da ich ganz offensichtlich der grösste Fisch auf Erden bin.
Gruss & ship it
Dienstag, 14. August 2007
Warum?
"Und warum der ganze Scheiss?"
Habt ihr euch das noch nie gefragt? Warum opfere ich so viele Stunden meiner Zeit für ein Spiel, wegen dem ich manchmal am liebsten den PC zum Fenster raus in eine Gruppe alter Leute werfen möchte? Ich könnte doch was wesentlich sinnvolleres damit anfangen. Eine Sprache lernen, zum Beispiel. Sport treiben, was weiss ich.
Eine mögliche Begründung liegt ja wohl auf der Hand: Das Geld.
Doch tu' ich es des Geldes wegen? Wohl kaum. Wenn's mir um das Geld ginge, könnte ich abends von Tür zu Tür rennen und selbstgebastelte Scherenschnitte verkaufen, ich würde wahrscheinlich mehr verdienen. Ich bin zufrieden, wenn ich einen anständigen Level spielen kann, nicht busto gehe und niemals einzahlen muss, was mir bis jetzt auch gelungen ist. Wahrscheinlich schlummert irgendwo, ganz tief drin, doch noch die Illusion, irgendwann mal so richtig Kohle zu machen, und das ist auch gut so, aber die Asche ist sicher nicht die Triebfeder.
Ist es die soziale Komponente?
Teils. Unser homegame ist immer das highlight der Woche. Seit ich mit meiner Freundin zusammengezogen bin, komme ich nur noch wenig unter Leute, auf Parties habe ich schlicht keine Lust mehr. Da ist so ein homegame eine äusserst willkommene Abwechslung. Man trifft gute Leute, macht schlechte Sprüche und spielt Poker auf intergalaktischem Spitzennivau ;) (Gruss an dieser Stelle an all meine homegame-buddies. Ihr rockt, auch wenn ihr alles Opfer seid).
Ich würde sagen, ich spiele das homegame zu 95% wegen der zwischenmenschlichen Kontakte, die restlichen 5% machen den Lerneffekt aus, da man sich direkt nach einer Hand darüber unterhalten kann. Zudem sind einige kluge Köpfe am Tisch, die schon viele Hände gespielt und viele Erfahrungen gemacht haben.
Fazit: Live-Poker wird bei mir wegen dem sozialen Aspekt gespielt.
Doch wie sieht es mit onlinepoker aus? Da fällt der Kontakt mit anderen Leuten ja weg. Wenn wir mal von dem blöden chatfenster absehen.
Ist es vielleicht die Herausforderung?
Hier kommen wir der Sache schon näher. Zitat aus meinen "60 Fakten":
"Ich bin äusserst ehrgeizig in jedem Spiel. Lieber sterbe ich, als meine Freundin im Minigolf gewinnen zu lassen."
Rischtisch. Ich denke, darum spiele ich auch heads-up-poker. Wenn Full-Ring-Limit-Poker mit Schach verglichen werden kann, dann ist NoLimit heads-up eine wüste Schlägerei. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Am Ende des Tages bleibt nur der übrig, der als letzter die Nerven verliert und sich am besten auf seinen Gegner einstellen kann.
Genau das liebe ich. Oft wird es dann auch persönllich. Wenn ich drei mal gegen einen Typen verliere, setze ich alles daran, noch ein viertes Match zu kriegen. Oder ein fünftes, sechtes oder siebtes. Erst wenn ich ihn dann endlich mal niedergerungen habe, kann ich mir beruhigt einen neuen Gegner suchen.
(BTW: Man muss kein Genie sein um zu merken, dass ich wohl die schlechtestmögliche table-selection betreibe.)
Ist es eine Sucht?
Scheisse, klar ist es eine Sucht. Ich bin definitiv nicht spielsüchtig im eigentlichen Sinn, ich bin einfach pokersüchtig. Ich bin so süchtig nach Poker wie viele Leute nach Fussball, Musik, Fernsehen oder Schokolade. Es würde auch ohne gehen, aber das Leben wäre nicht halb so schön.
Unter dem Strich ist es wohl eine Mischung aus den genannten Punkten. Bei mir auf jeden Fall. Doch nun genug philosophiert, lasst uns endlich ZOCKEN!
in dem Sinne
Gruss & ship it
Habt ihr euch das noch nie gefragt? Warum opfere ich so viele Stunden meiner Zeit für ein Spiel, wegen dem ich manchmal am liebsten den PC zum Fenster raus in eine Gruppe alter Leute werfen möchte? Ich könnte doch was wesentlich sinnvolleres damit anfangen. Eine Sprache lernen, zum Beispiel. Sport treiben, was weiss ich.
Eine mögliche Begründung liegt ja wohl auf der Hand: Das Geld.
Doch tu' ich es des Geldes wegen? Wohl kaum. Wenn's mir um das Geld ginge, könnte ich abends von Tür zu Tür rennen und selbstgebastelte Scherenschnitte verkaufen, ich würde wahrscheinlich mehr verdienen. Ich bin zufrieden, wenn ich einen anständigen Level spielen kann, nicht busto gehe und niemals einzahlen muss, was mir bis jetzt auch gelungen ist. Wahrscheinlich schlummert irgendwo, ganz tief drin, doch noch die Illusion, irgendwann mal so richtig Kohle zu machen, und das ist auch gut so, aber die Asche ist sicher nicht die Triebfeder.
Ist es die soziale Komponente?
Teils. Unser homegame ist immer das highlight der Woche. Seit ich mit meiner Freundin zusammengezogen bin, komme ich nur noch wenig unter Leute, auf Parties habe ich schlicht keine Lust mehr. Da ist so ein homegame eine äusserst willkommene Abwechslung. Man trifft gute Leute, macht schlechte Sprüche und spielt Poker auf intergalaktischem Spitzennivau ;) (Gruss an dieser Stelle an all meine homegame-buddies. Ihr rockt, auch wenn ihr alles Opfer seid).
Ich würde sagen, ich spiele das homegame zu 95% wegen der zwischenmenschlichen Kontakte, die restlichen 5% machen den Lerneffekt aus, da man sich direkt nach einer Hand darüber unterhalten kann. Zudem sind einige kluge Köpfe am Tisch, die schon viele Hände gespielt und viele Erfahrungen gemacht haben.
Fazit: Live-Poker wird bei mir wegen dem sozialen Aspekt gespielt.
Doch wie sieht es mit onlinepoker aus? Da fällt der Kontakt mit anderen Leuten ja weg. Wenn wir mal von dem blöden chatfenster absehen.
Ist es vielleicht die Herausforderung?
Hier kommen wir der Sache schon näher. Zitat aus meinen "60 Fakten":
"Ich bin äusserst ehrgeizig in jedem Spiel. Lieber sterbe ich, als meine Freundin im Minigolf gewinnen zu lassen."
Rischtisch. Ich denke, darum spiele ich auch heads-up-poker. Wenn Full-Ring-Limit-Poker mit Schach verglichen werden kann, dann ist NoLimit heads-up eine wüste Schlägerei. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Am Ende des Tages bleibt nur der übrig, der als letzter die Nerven verliert und sich am besten auf seinen Gegner einstellen kann.
Genau das liebe ich. Oft wird es dann auch persönllich. Wenn ich drei mal gegen einen Typen verliere, setze ich alles daran, noch ein viertes Match zu kriegen. Oder ein fünftes, sechtes oder siebtes. Erst wenn ich ihn dann endlich mal niedergerungen habe, kann ich mir beruhigt einen neuen Gegner suchen.
(BTW: Man muss kein Genie sein um zu merken, dass ich wohl die schlechtestmögliche table-selection betreibe.)
Ist es eine Sucht?
Scheisse, klar ist es eine Sucht. Ich bin definitiv nicht spielsüchtig im eigentlichen Sinn, ich bin einfach pokersüchtig. Ich bin so süchtig nach Poker wie viele Leute nach Fussball, Musik, Fernsehen oder Schokolade. Es würde auch ohne gehen, aber das Leben wäre nicht halb so schön.
Unter dem Strich ist es wohl eine Mischung aus den genannten Punkten. Bei mir auf jeden Fall. Doch nun genug philosophiert, lasst uns endlich ZOCKEN!
in dem Sinne
Gruss & ship it
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